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Semsis

PDF-Version: Spezies-Report Semsis (244 KB, 4 Seiten)
Semsis

Themenübersicht


Zusammenfassung

  • Semihumanoide Spezies
  • Heimatwelt Onandu
  • Intelligenztyp B-LT
  • Körpergewicht ca. 50 kg
  • Hautfarbe hellblau, jedoch Fähigkeit zum Farbwechsel
  • Lebensbedingungen: Gravitation 0,9 g
    Atmosphäre 0,8 bar, 22% O2, 0,05% CO2, 75% N2
    Umgebungstemperatur 30° C
  • Stoffwechsel: Sauerstoffatmer, Hauptnahrung Pflanzen

Klassifikation

Die Semsis gehören zur Großgruppe der Sauerstoffatmer und der Untergruppe der Semihumanoiden. Wichtiger als die körperliche Übereinstimmung ist aber die geistige Verwandtschaft, die über den Intelligenztyp hinausgeht. Semsis sind ebenfalls logisch denkende und technisch orientierte Wesen, sie werden dem Intelligenztyp B-LT zugeordnet.

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Umwelt

Die Semsis haben sich auf dem Terra-Norm-Planeten Onandu entwickelt. Ihre Heimat sind die riesigen Wälder der Tropen und Subtropen, deren Pflanzen sie bewohnen. Ihre Vorfahren gelangten nur selten auf den Erdboden, sie verbrachten ihr gesamtes Leben in den baumartigen Riesengewächsen.

Onandu entwickelt auf seiner Oberfläche eine Schwerkraft von 0,9 g. Obwohl dies sogar unter der Gravitation Terras liegt, vertragen Semsis Beschleunigungen sehr gut. Ihr Körper hält bis zu 30 g aus. Nach einer gewissen Anpassungszeit können sie auf Welten siedeln, deren Gravitation bis zu 2g beträgt. Schwerelosigkeit stellt für sie auch über lange Zeiträume keinerlei Problem dar.

Die Atmosphäre Onandus hat einen Sauerstoffanteil von 22 Prozent bei einem Druck von 0,8 atm. Der Stickstoffanteil beträgt etwa 75 Prozent, Kohlendioxid findet man zu 0,05 Prozent. Fast 3 Prozent werden von Edelgasen eingenommen.

Semsis sind auch gegenüber Druckschwankungen eher unempfindlich. Sie halten &Uuuml;berdrücke bis zu 8 atm ohne Probleme aus, bei identischer Zusammensetzung der Umgebungsluft benötigen sie einen Umgebungsdruck von mindestens 0,7 atm, um ohne Leistungsverlust arbeiten zu können. Nach einer längeren Akklimatisation können sie sogar gut bei 0,5 atm leben.

Fällt bei normalem Luftdruck der Sauerstoffanteil unter 8 Prozent, so tritt rasch der Tod ein. Der Kohlendioxid-Gehalt darf maximal 7 Prozent betragen.

Onandu ist im Vergleich zur Erde ein Planet mit warmem Klima. So fühlen sich Semsis bei einer Umgebungstemperatur von 30 Grad Celsius am wohlsten. Über längere Zeit kann ein Abfall der Temperatur auf 15 Grad ertragen werden, bei niedrigeren Werten tritt bald der Kältetod ein. Die obere Grenze der Temperatur-Belastbarkeit liegt bei 65 Grad Celsius.

Die Rotationszeit von Onandu beträgt 35 dekadische Stunden. Der biologische Tagesrhythmus der Semsis wird aber praktisch allein von den Lichtverhältnissen gesteuert. Aus diesem Grund muß bei der Besiedlung von Welten kaum Rücksicht auf die Tageslänge genommen werden.

Die Sonne Onandus gehört zur Spektralklasse G, ist aber etwas älter als Sol. Das Spektrum ist daher etwas in den langwelligeren Rotbereich verschoben.

Die natürliche Radioaktivität Onandus beträgt nur 90 Millirem im Jahr. Die Strahlentoleranz der Semsis entspricht etwa der eines Menschen.

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Erscheinung

Der Körperbau der Semsis erinnert ein wenig an irdische Seesterne oder Spinnen, dennoch werden sie als Semihumanoide klassifiziert. Bei genauerer Betrachtung erkennt man, daß es trotz der offensichtlichen anatomischen Unterschiede auch im Körperbau viele &Uml;bereinstimmungen gibt. So findet man Beine, einen Körper mit inneren Organen, einen Kopf als Sitz des ZNS und so weiter; all diese Komponenten sind auch Bauteile der humanoiden Wesen.

Ein durchschnittlicher Semsis hat eine Spanne (Durchmesser) von etwa 150 cm und wiegt 50 kg. Die Grundfarbe des Körpers ist ein blasses hellblau. Zahlreiche Pigmentzellen in der Haut ermöglichen jedoch Farb-Muster zu erzeugen, und sich in gewissen Maßen der Umgebung farblich anzupassen.

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Stoffwechsel

Der Organismus der Semsis baut auf Kohlenstoff und Wasser auf, und sie veratmen Sauerstoff zu Kohlendioxid. Somit folgen Sie dem humanoiden Schema.

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Bewegungsapparat

Die Körper der Semsis weisen kein Skellett auf, es gibt jedoch Knorpel und Lagen verstärkten Bindegewebes. Man kann unterscheiden zwischen einem Körper, sieben daran ansetzenden Extremitäten und einem Kopf, von dem zwei weitere Extremitäten ausgehen.

Fünf Extremitäten dienen der Fortbewegung. Sie sind mit jeweils einer einziehbaren scharfen Kralle ausgestattet. Die bevorzugte Fortbewegungsart ist das Hangeln an Netzen, Pflanzen oder was immer sich anrbietet. Dagegen ist das Laufen auf der flachen Ebene zwar möglich, wird aber von Semsis als sehr mühsam empfunden, und es werden nur sehr geringe Geschwindigkeiten erreicht.

Die zwei vom Kopf ausgehenden Extremitäten enden in jeweils zwei Finger und sind die Manipulatoren der Semsis. Obwohl sie sehr schlank erscheinen, sind sie erstaunlich kräftig. Die meisten Muskeln dieser Arme sitzen am Körper und wirken über Sehnen.

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Innere Organe

Auch der Körper der Semsis weist letztendlich einen humanoiden Bauplan auf, auch wenn die äußere Erscheinung eher nonhumanoid ist.

Die Luftwege beginnen an 6 stummeligen Atemrüsseln rechts und links vom Kopf. Über kurze Bronchien gelangt sie in die beiden völlig getrennten Lungen, welche aktiv beatmet werden. Innere Organe eines Semsis

Nahrung wird durch Enzyme aus den Sekretlappen am Kopf (unterhalb der drei Augen) vorverdaut. Rechts vom Kopf sitz ein Saugrüssel, welcher die (durch abgesonderte Enzyme der Kopftentakeln) zu Brei verflüssigte Pflanzennahrung aufsaugt. Von dort gelangt der Nahrungsbrei in den Darm.

Der Darm ist für einen Pflanzenfresser relativ kurz, die Nahrung wird aber sehr langsam transportiert und hierbei mehrfach hin- und herbewegt und durchgewalkt, bis möglichst viele Nährstoffe in den Körper aufgenommen wurden. Mehrere Organe mit einem Teil der Funktion der menschlichen Leber umgreifen den Darm, sondern Verdauungssekrete ab und entgiften Stoffe aus dem Darm, aber auch aus dem Blutkreislauf (Gallenlebern). Jeweils separate Organe bereiteten die Nährstoffe auf und speichern diese (Stoffwechsel-Lebern), bzw. führen zahlreiche Synthese-Funktionen durch (Synthese-Lebern).

Wie bei den meisten hochaktiven, sauerstoffatmenden Lebewesen existiert ein Blutkreislauf. Das achtkammerige Herz liegt im vorderen Drittel der Körperhöhle. Es sind jeweils zwei Herzkammern hintereinander angeordnet, und jeweils zwei Doppelkammern sind parallel angeordnet im sauerstoffreichen Blutkreislauf für die Versorgung der Organe (arteriell) und im sauerstoffarmen Blutkreislauf für die Entsorgung (venös).

Der Wasserhaushalt wird von den Nieren reguliert, die den Prinzipien der menschlichen Leber sehr stark folgen.

Schließlich sei noch das Mark-Organ erwähnt, welches ein Teil des Immunsystems ist, aber auch Zellen für den Blutkreislauf bildet und darüber hinaus eine wichtige Funktion in der Regenration von Körperteilen hat, indem es Stammzellen chemotaktisch programmieren und aussenden kann. Ein Semsis ist dabei in der Lage, eine komplett verlorene Gliedmaße oder ein Auge nachwachsen zu lassen.

Semsis pflanzen sich eingeschlechtlich fort; aus ihren Eiern schlüpfen unintelligente Junge, die sich nach mehreren Monaten ein Mutterwesen suchen.

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Sinnesorgane

Die Semsis verfügen über alle Sinne, die der Mensch besitzt, also Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Besonders ausgeprägt sind ihre Erschütterungs-Sensoren.

Drei unabhängig bewegliche Augen ermöglichen ihnen eine gute Rundumsicht. Eine links vom Kopf angebrachte Extremität trägt zahlreiche Rezeptoren für Tastsinn und Geruchssinn, und außerdem befindet sich hier das einzelne Ohr. Sie kann auf das dreifache ihrer Länge in Ruhe ausgefahren werden und dient zum Abtasten möglicher Nahrung, zum Wittern nach Gegnern und zum gezielten Lauschen, indem die Sinnestentakel in verschiedene Richtungen gedreht wird. Ein Semsis fixiert bei der Nahrungsaufnahme die Nahrung mit dem mittleren Auge, während die beiden seitlichen die Umgebung absuchen; die Sinnestentakel wird hoch erhoben gehalten und in alle Richtungen gedreht.

Die Manipulatoren enthalten die höchste Dichte an Tastrezeptoren und Temperaturfühlern. In den Enden der fünf Klettertentakeln befinden sich hochsensible Erschütterungssensoren. Die Sprache der Semsis beruht auf extrem schnellen Klofzeichen, welche von einem Semsis in seiner natürlichen Umgebung über weite Distanzen gespürt werden können.

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Zentrales Nervensystems

Das Gehirn der Semsis liegt im Kopf, und ein knorpelumkleidetes fünfstrahliges Nervenbündel (welches auf die fünf Klettertentakeln zuläuft) stellt die Hauptleitung des Zentralen Nervensystems dar.

Geistig sind die Semsis ebenso wie Menschen logisch-technisch orientiert. Da sie reine Pflanzenfresser sind, ist ihre Aggressivität wenig ausgeprägt. Allerdings unterliegen sie mit zunehmendem Alter einer allmählichen Veränderung ihrer Geisteshaltung. Sie beginnen als inaktive Junge, werden dann immer forscher und neugieriger, bis sie schließlich ab etwa 100 Erdenjahren depressiv werden und sich mit 170 Jahren zurückziehen. Daneben gibt es noch Stimmungsschwankungen im Tagesablauf, ganz abgesehen von äußeren Einflüssen, die natürlich eine starke Rolle spielen.

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Entwicklunsgphasen

0-0,5 Jahre Unintelligente Nestflüchter, leben auf sich alleine gestellt.
0,5-10 Jahre Inaktiv, fixiert auf Elterntier. Erste passive Lernphase.
10-30 Jahre Nachahmen und Lernen, Aneignen einer Allgemeinbildung.
30-60 Jahre Aktiv, Forscherdrang. Aneignen von Fachwissen, eigene Forschung.
60-80 Jahre Hyperaktiv, Beginn der produktiven Arbeit. Reisefreudig.
80-100 Jahre Zunehmend kontemplativ, Hinwendung zur Philosophie, noch reisefreudig.
100-105 Jahre Depressiv, Unterbrechung der produktiven Arbeit.
105-150 Jahre Aktiv, dabei kontemplativ. Zweite aktive Phase.
150-170 Jahre Aggressiv, Einzelgängertum. Ruhestand.

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